Museum der bäuerlichen Zivilisation

Eine Reise in die bäuerliche Erinnerung

Das Museum der bäuerlichen Zivilisation, das sich im ersten Stock des Kreuzgangs aus dem 16. Jahrhundert befindet und am 6. Oktober 2002 eröffnet wurde, bewahrt die Erinnerung an das landwirtschaftliche Leben unserer Gemeinde in den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts. Mit über tausend ausgestellten Objekten gehört es zu den reichhaltigsten und bedeutendsten Museen dieser Art.

Der Sitz des Museums

Von der Loggia aus ist es möglich, das Museum der bäuerlichen Zivilisation zu betreten, das sich im ersten Stock des Kreuzgangs aus dem 16. Jahrhundert befindet. Der vom Museum eingenommene Bereich war einst der abgeschiedenste Ort des Klosters, an dem sich die Zellen der Kamaldulensermönche befanden.

Der Zweck des Museums besteht darin, die Erinnerung an das Leben der landwirtschaftlichen Gemeinschaft unserer Gegend in den frühen 1900er-Jahren wachzuhalten. Ein großer Teil des ausgestellten Materials stammt von den Familien der Pfarrei, und verschiedene landwirtschaftliche Geräte und Maschinen wurden auch von den umliegenden Gemeinden gespendet. Die von Fachleuten gestaltete Ausstellung ermöglicht die Präsentation zahlreicher landwirtschaftlicher Werkzeuge, Geräte und Gegenstände, die es zu einem der reichsten und bedeutendsten Museen dieser Art machen.

Eingangssaal und historische Tafeln

In der großen Eingangshalle sind mehrere Tafeln ausgestellt, die die Geschichte der Abtei von Carceri nachzeichnen – von der Präsenz der Augustinermönche über die Ankunft der Camaldolenser bis hin zum Eintreffen der adeligen Familie der Grafen Carminati, das schließlich mit der endgültigen Übergabe des Standorts an die Pfarrei von Carceri endete.

Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich eine illustrierte Darstellung des Tages eines Benediktinermönchs, der in der Abtei von Carceri zu Gast war. Die fünfzehn Illustrationen zeigen die Arbeits-, Gebets- und Ruhezeiten, denen die Mönche täglich nachkommen mussten.

Besichtigungsroute

Für einen aufmerksameren Besuch des Museums wird folgende Route vorgeschlagen:

Räume für landwirtschaftliche Arbeiten

  • Raum für die Bodenbearbeitung: Werkzeuge für die Aussaat und das Jäten, die Ernte und die Sammlung landwirtschaftlicher Produkte (Weizen, Luzerne, Zuckerrüben und Mais)
  • Raum der Rogationen
  • Stallraum: zahlreiche unverzichtbare Werkzeuge für die Verwaltung der Arbeiten und der Tiere, die die landwirtschaftliche Tätigkeit unterstützten

Räume für häusliche Arbeiten

  • Küche: alle Küchengeräte von früher
  • Räumlichkeiten des Hauses: Bügeln, Nähen, Waschen der Kleidung
  • Schlafzimmer: ausgestattet mit dem Zubehör von einst
  • Gewichte und Maße: alte Maßeinheiten
  • Freizeit: Gegenstände, die in der Freizeit benutzt wurden
  • Weinweg: Werkzeuge und Gegenstände, die für die Weinproduktion verwendet wurden

Räume der Handwerksberufe

Im Bereich des Museums, der auf den großen Kreuzgang aus dem 16. Jahrhundert blickt, wurden Räume eingerichtet, die den handwerklichen Arbeiten gewidmet sind:

  • Schul- und Spielraum
  • Werkstatt für die Verarbeitung von Wolle und Hanf
  • Schusterwerkstatt
  • Werkstatt des Tischlers
  • Werkstatt des Schmieds („Favaro“) und des Scherenschleifers („Moleta“)

Im Inneren des Museums wurde eine vorgesehen Raum für didaktische Aktivitäten die von den Kindern der Grundschule während des Besuchs des Klosterkomplexes durchgeführt werden können.

Der vorgeschlagene Rundgang für den Museumsbesuch stellt ein Zeugnis der Arbeit dar, die die Gemeinschaften der Augustiner- und Kamaldulensermönche geleistet haben, um das Leben unserer Vorfahren lebendig und selbstversorgend zu gestalten.

Besuchszeiten

Das Museum kann zu den gleichen Zeiten wie die Abtei besichtigt werden.

Sommerzeit

(vom 1. April bis 31. Oktober)

  • Samstagnachmittag: 15:00–18:00
  • Sonntagmorgen: 9:30–11:00
  • Sonntagnachmittag: 15:00–19:00

Winterzeit

(vom 1. November bis 31. März)

  • Samstagnachmittag: 15:00–17:00
  • Sonntagmorgen: 9:30–11:00
  • Sonntagnachmittag: 14:30–17:30

Hinweis: Das Museum ist an den Tagen 24.–25. Dezember, Ostern und Neujahr geschlossen.

Für Führungen von Gruppen und Schulklassen wenden Sie sich bitte an den Empfangsservice.

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